Unsere jagdliche Heimat

Das Vereinsgebiet der Kreisjägerschaft Rastatt / Baden-Baden e.V. erstreckt sich mit sehr unterschiedlichen Revierstrukturen von der Rheinebene (Rastatt - Bühl) über das Bühler-, Oos- und Murgtal bis hinauf in den Nordschwarzwald auf über 1.000 m Höhenlage (Badener Höhe, Kaltenbronn).

Insgesamt 72.700 ha Jagdfläche - davon Kreis Rastatt 60.200 ha, Stadt Baden-Baden 12.500 ha. 

In Revieren zwischen 75 und 1.300 ha Jagdfläche bestehen ca. 140 private Pachtverträge. Die Regiejagd Baden-Baden umfasst ca. 6.000 ha, die Regiejagd der Murgschifferschaft 5.000 ha. Die staatliche Regiejagd des Kreisforstamtes umfasst 9.000 ha. Im Landkreis Rastatt verteilen sich die Flächen auf 51% Wald (der Waldanteil an der Jagdfläche va 59%), 1.917 ha Wasserfläche und 32.800 ha Feld. Im Stadtkreis Baden-Baden beträgt der Waldanteil 60%. 

Die Orkane "Lothar" und zuvor "Wiebke" haben großflächige Lücken vor allem in Fichten-, Kiefern-, Buchen- und Tannenbestände geschlagen. In diesen Schadflächen gedeihen - außer gemischten Neupflanzungen - auch reichhaltige Naturverjüngungen, die dem Wild Nahrung und gute Deckung bieten. 

Die heimischen Wildarten stellen vielfältige, unterschiedliche Anforderungen an die Hege und jagdliche Bewirtschaftung. 

Das Rotwildmanagement wird koordiniert von der Hegegemeinschaft Murg-Rheinvorland mit dem Ziel waldverträglicher Bestände. 

Das Schwarzwild hat seit einigen Jahren zunehmende Ausbreitung bis in die Vorbergzone und in das Rheinvorland gefunden und bedarf in zahlreichen Revieren der konsequenten Bejagung zur Minderung von Wildschäden in landwirtschaftlich genutzten Flächen und der Verminderung eines Übergreifens der Schweinepest aus dem Elsass. 

Das Rehwild ist gut angepasst und gleichermaßen in Wald und Feldfluren verbreitet. Es ist jedoch vielerorts infolge Beunruhigungen durch allerlei menschlicher Aktivitäten sehr heimlich geworden. 

In den Schwarzwaldhochlagen des Landkreises Rastatt kommt das Auerwild noch in nennenswerten Beständen vor. 

Der Fuchs, als opportunistischer Beutegreifer zu Lasten von Niederwild und schützenswerten Kleintieren und Vogelarten, weist eine reichliche Population auf. 

Der Besatz an Hühnervögeln, sowie Hasen und Wildkaninchen war in den letzten Jahren teilweise stark rückläufig, erholt sich in der letzten Zeit jedoch zusehens. Der Hegeverein Lebensraum Rheinaue Mittelbaden e.V. ist als örtliche, revierübergreifende Vereinigung von Niederwildjagden hier maßgeblich aktiv. 

Revierübergreifende Drückjagden - neben Einzelansitz - werden von den Jägern immer häufiger akzeptiert und organisiert und tragen wesentlich zum bestandsregulierenden Jagderfolg bei. 

Erstellt am 26.03.2014
Zurück zur Übersicht